Hotel in Vlissingen testet

COMEBACK-Kampagne

 

Umweltfreundliche Baumwollherstellung

Je weniger Jeanshosen auf den Müllhalden landen, desto besser – vor allem weil für die Herstellung von Jeanshosen viel Baumwolle, Chemikalien, Farben, Wasser und Energie notwendig sind. Die Wiederverwertung von Jeanshosen schont somit die Umwelt. Blycolin ist im Rahmen eigener Forschungsbemühungen schon jahrelang auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Baumwollherstellung und energiesparenden Waschprozessen. In Zusammenarbeit mit BlueLOOP haben wir nun Bettläufer und Zierkissen aus „alten“ Jeanshosen entwickelt.

PET-Flaschen auch Bestandteil

Um Bettläufer und Zierkissen aus Jeans herzustellen, werden im spanischen Alicante Jeanshosen aus aller Welt mithilfe von Maschinen in kleinste Baumwollfasern zerrissen. Hierbei werden die Reißverschlüsse und Knöpfe entfernt. Die kleinen blauen Fasern werden erneut zu Garnen gesponnen und zu einem Stoff verwoben, aus dem letztendlich die Bettläufer und Zierkissen hergestellt werden. In diesem Prozess werden nicht nur Jeanshosen zu einem neuen Stoff verwoben, sondern auch Textilverschnitt, PET-Flaschen und Polyester.

„Warum das nicht alles in Deutschland oder den Niederlanden (Sitz Blycolin) gemacht wird? Der Grund hierfür liegt in der technischen Komplexität dieses Vorgangs“, so die Marketing-Abteilung von Blycolin. „In Deutschland und in den Niederlanden gibt es derzeit noch keine einzige Fabrik, die solche feinen Garne aus getragenen Jeanshosen qualitativ hochwertig herstellen kann.“

Kunde “De Gulden Stroom” sofort begeistert

Der Schritt zur Wiederverwertung von Jeanshosen gefällt Joost van Damme, dem Geschäftsleiter von De Gulden Stroom: „Wir machen dabei mit, weil uns die Nachhaltigkeit generell sehr am Herzen liegt. „Hiermit säubern wir das Meer zwar nicht vom Plastik, aber tragen auf diese Weise unseren Teil zu einer gesünderen Umwelt bei.“

Teurer aber langlebiger…

Das am Boulevard gelegene De Gulden Stroom in Vlissingen vermietet Wohnungen an Touristen, Unternehmen und Menschen, die eine vorübergehende Unterkunft benötigen (z. B. beim Hausverkauf oder während eines Umbaus). Es ist der erste Betrieb, der die Bettläufer und Zierkissen in der Praxis testet. „Blycolin hat technische Prüfungen durchgeführt. Wir fragen die Kunden, was sie davon halten“, erzählt van Damme. „Unter Rücksprache mit der Wäscherei beobachten wir ebenfalls, ob die Kissen und Läufer verschleißen oder ausfransen. Wir achten zudem darauf, ob die Stickereien halten.“

Für De Gulden Stroom ist das eine Investition, da die wiederverwerteten Kissen und Bettläufer im Vergleich zu klassischen Leinen teurer sind. Van Damme: „Jeder möchte gerne grünen Strom beziehen, solange er nicht mehr kostet. Auch möchte jeder nachhaltig essen, aber wenn das Hühnerfilet einen Euro mehr kostet, dann lassen die Menschen es im Laden liegen. Meiner Meinung nach sollten wir viel bewusster mit diesem Thema umgehen. Die Vorreiter der Nachhaltigkeit brauchen Konsumenten, die bereit sind, etwas dafür zu tun.“

Die Kissen sind ausschließlich zur Verzierung gedacht, erzählt van Damme. „Bei den Läufern handelt es sich um eine vereinfachte Version der „alten“ und teureren Bettdecke und schützt die Bettwäsche gegen Schmutz. Ein Beispiel hierfür wäre das Ablegen der Handtasche auf dem Bett oder das Sitzen auf Selbigem mit einer schmutzigen Hose. Diese Kissen und Läufer verleihen den Appartement-Betten eine luxuriöse Ausstrahlung.“